Erinnerungen im Konflikt: Nation-Building-Prozesse im by Annett Schulze

By Annett Schulze

Erinnerungen sind individuell, kollektiv und Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Ausgewählte Erinnerungen sollen an staatlich geförderten Orten u. a. nationale Zugehörigkeit produzieren. Als Repräsentationen von Macht sind sie zudem umstritten. Annett Schulze zeigt, wie an vier bedeutsamen Erinnerungsorten ein national-kulturelles Funktionsgedächtnis im Südafrika nach der Apartheid hergestellt wird. Nach dem Ende des Apartheidstaates und mit den ersten freien Wahlen im Jahr 1994 änderten sich die Machtverhältnisse und damit die Erinnerungspolitiken. used to be offiziell erinnert wird, ist konflikthaft; welches Wissen auf den musealen Agenden Anerkennung findet und welches Wissen nur in bestimmten Räumen sagbar ist, ebenfalls. Denn sowohl Nation-Building-Prozesse als auch Erinnerungsräume sind von Hegemonie und Dissidenz durchzogen, denen Widersprüche inhärent sind. Diese Widersprüche, so die Hauptthese, ermöglichen jedoch erst ein Widersprechen.

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Suhrkamp, 2001. S. 153. •bd. S. 244. Zur Kritik: der Praxis von Kategorisierungen und deren Binaritätenproduktion: vgl. Lorey, Isabell. "Kritik und Kategorie. " Kritik und Materialität. Hg. Alex Demirovic. Münster: Westfälisches Dampfboot, 2008. S. 142ft'. Vgl. Braun, Christina von. Versuch über den Schwindel. Religion, Schrift, Bild, Geschlecht. 291,302i,317ff. Löw, l'dartina. Raumsozi%gie. : Suhrkamp, 2001. S. 271f. Vgl. 'das'er, Doreen. " History Workshop Journal 39 (1995). S. 182-192. Konstruktionsprozesse nationaler Agenden der Erinnerung 43 Wenn ich von mehreren Räumen an einem Ort schreibe, dann können diese Räume nur entstehen, weil es verschiedene Lesarten des Museumssettings gibt und weil unterschiedliche Interaktionen zwischen den Menschen vor Ort entstehen.

Letztere sind Erinnerungsorte, 88 89 Foucault, Michel. "Von anderen Räumen," Raumtheorie. Gnmdlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschajten. Hg. rörg Dünne, Stephan Günzel. : Suhrkamp, 2006 (1967). S. 320. Vgl. Foucault, Michel. Die Heterotopkn. Der utopische Körper: Zwei Rodiovorträge. : Sulnkamp. 2005 (1966). Konstruktionsprozesse nationaler Agenden der Erinnerung 45 die historisch traumatische Orte gewesen waren und nun als Erinnerungsort fiir die Bürger und Bürgerinnen des ,neuen' Südafrikas rekonstruiert werden, sowohl fiir die Täter und Täterinnen als auch fiir die Opfer.

Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. 2005. Sowie darin: Meuser, Michael; Nagel, Ulrike. ,,ExpertInneninterview - vielfach erprobt, wenig bedacht. " S. 71-93. 113 Muttenthaler, Roswitha; Wanisch, Regina. Gesten des Zeigens. Zur Repräsentation von Gender und Race in Ausstellungen. 1. Aufl. Bielefeld: transcript, 2006. S. 40. ), dass die Machtposition der 1. Person nicht zu unterschätzen ist. Auch wenn Repräsentationen vieldentig sind, formt die Rede des ausstellenden Subjekts die Wahrnehmung des Publikums.

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