Eine Lobrede für Politiker: Ein Kommentar zur Max Webers by Kari Palonen

By Kari Palonen

Webers Politik als Beruf wird als Beispiel einer provokativen Lobrede uminterpretiert. In einer state of affairs des Umdenkens des Politikbegriffs und des Idealtypus Politiker entstanden, enthält die Schrift eine vielschichtige examine des Phänomens der Politik. Webers those von der Politik als Streben nach Macht wird in ihrer zeitgenössischen Begriffsgeschichte und im Hinblick auf ihre rhetorische Pointe analysiert. Für Weber ist jeder, der politisch handelt, ein Politiker. Er stellt den Politiker als Verteidiger der von der Bürokratisierung bedrohten menschlichen Freiheit vor.

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Das ‘Webersche Moment’: Zur Kontingenz des Politischen

Dr. Kari Palonen ist Professor am division of Political technology der Universität Jyväskylä, Finnland.

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Es vielleicht angebracht, anhand dieser Zitate zu betonen, das die Bezeichnung der Politik als Kampf bei Weber nichts mit dem sozialdarwinistischen Kampf um das Leben zu tun hat, sondern eben eine formale Orientierung auf das Widerstreben als eine besondere Chance im Handeln vieler Akteure bedeutet. 11 Macht als Medium der Politik Die Rede, Politik sei durch Macht bestimmt, setzt voraus, daß Macht etwas Bekanntes, jedenfalls etwas Bekannteres als Politik ist, und deswegen als definiens von ,Politik' taugt.

Webers Modernität zeigt sich darin, daß er die Geschichtlichkeit und die relative Neuheit des Staates als Verband hervorhebt (zur späteren Diskussion vgl. a. 1990). Aus dem Stadt-Essay Webers wird jedoch klar, daß er die Ablösung der autonomen mittelalterlichen Städte durch den neuzeitlichen Staat, die er für unumkehrbar hielt, keineswegs begrüßte (WuG, 793-795). Politik als Tätigkeit wird von Weber nicht vom Gewaltbezug des Politischen abgeleitet, er bildet vielmehr einen Grenzbegriff für die Politik als Handeln.

Damit wird für den Kampf selbst eine vertikale Dimension eingeführt, in der die Herrschenden und die Beherrschten permanent asymmetrische Chancen (Machtanteile) halten. Dies läßt jedoch die ,Position' jedes einzelnen , Führers' als labil erscheinen. Webers Definition des Herrschaftsverbandes lautet: Ein Verband soll insoweit, als seine Mitglieder als solche kraftgeltender Ordnung Herrschaftsbeziehungen unterworfen sind, Herrschaftsverband heißen (WuG, 29). Nach Weber ist Herrschaft in Beziehungen zwischen Menschen unverzichtbar.

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