Ein Meister aus Deutschland. Heidegger und seine Zeit by Rüdiger Safranski

By Rüdiger Safranski

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Claude Monet - The Magician of Colour

Monet was once a real magician of sunshine and of color. but it isn't basically his portray that fascinates us, but additionally the fascinating existence he led together with his kinfolk and lots of neighbors. This e-book tells the story of an strange artist and his photographs. this is often one ebook within the sequence "Adventures in paintings" that's aimed toward the younger and the younger at middle.

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Dort auf der Bank wurden die Dinge für ihn wieder ganz einfach. Die Weite aller gewachsenen Dinge, die um den Feldweg verweilen, spendet Welt. Im Ungesprochenen ihrer Sprache ist ... Gott erst Gott (D, 39). Über Franz Brentano kommt Heidegger zu Edmund Husserl. Dessen >>Logische Untersuchungen«, erschienen genau zur Jahrhundertwende, wurden für Heidegger zu einetn persönlichen Kultbuch. Zwei Jahre lang behält er es bei sich auf der Stube, ausgeliehen von der Universitätsbibliothek, wo einstweilen noch niemand danach fragte, was in ihm das Gefühl einer einsamen und zugleich auszeichnenden Passion erweckt.

Brentano warnt davor, den Begriffsdingen fälschlich eine Substanz zuzuschreiben. Die Substanz steckt nicht in den Allgemeinbegriffen, sondern in den konkreten Einzeldingen. Sie sind von intensiver Unendlichkeit, weil sie in unendlich vielen Relationen stehen und deshalb nach unendlich vielen Hinsichten bestimmt werden können. U nerschöpflich ist die Welt, die sich nur in Einzelheiten und in der mannigfaltigen Abstufung der Seinsarten darbietet. ranz Brentano steckt Gott im Detail. Die Untersuchung mißt im Anschluß an Aristoteles das Terrain des Denkbaren aus, wodurch der Glaube, der für Brentano verbindlich bleibt, vor einer trügerischen Logifizierung bewahrt wird.

F. A. Lange sucht den Ausgleich- der Materialismus soll seine Macht teilen mit der Welt des Geistes: »Wer will eine Messe von Palestrina widerlegen oder wer will die Madonna Raffaels eines Irrtums zeihen? Das Gloria in excelsis bleibt eine weltgeschichtliche Macht und wird schallen durch die Jahrhunderte, solange noch der Nerv eines Menschen unter detn Schauer des Erhabenen erzittern kann~ Und jene einfachen Grundgedanken der Erlösung des vereinzelten Menschen durch die Hingabe des eigenen Willens an den Willen, der das Ganze lenkt, jene Bilder von Tod und Auferstehung, die das Ergreifendste und Höchste, was die Menschenbrust durch bebt, aussprechen ...

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