Die Wohlfahrtsverbände im NS-Staat: Die NSV und die by Peter Hammerschmidt

By Peter Hammerschmidt

Gegenstand dieser Untersuchung sind die drei Wohlfahrtsverbände Caritas, Innere venture und Nationalsozialistische Volkswohlfahrt. Analysiert wird deren Interaktion, ihre Finanzierung und die Entwicklung des Bestandes während der NS-Zeit.
Die einsetzende Forschung zur Sozial- und Wohlfahrtspolitik des NS-Staates konzentriert sich auf staatliche Institutionen, ausgewählte Arbeitsfelder und Klienten. Während allenfalls der NS-Wohlfahrtsverband, die NSV, näher betrachtet wurde, tauchen die beiden großen kirchlichen Wohlfahrtsverbände bestenfalls am Rande auf. Wo dies geschieht, wird meist so argumentiert: Der NS hat die kirchlichen Verbände zurückgedrängt bzw. ausgeschaltet; das struggle jedenfalls sein (End-) ziel. Mittel hierzu warfare die finanzielle Austrocknung der kirchlichen Verbände, deren Arbeit die NSV übernehmen sollte.
Die Haltbarkeit dieser Argumentation wurde in der vorliegenden Arbeit untersucht. Drei Hauptfragen wurde dabei nachgegangen:
1. Wie gestaltete sich das Verhältnis der kirchlichen Verbände zur NSV;
2. wie entwickelte sich der Bestand an Einrichtungen und own der Verbände;
three. Wie entwickelte sich die Finanzierung der Verbände.
Das Verhältnis von Konkurrenz und Kooperation wird aus der Perspektive aller Hauptakteure beleuchtet; diese Multiperspektivität führt zu neuen Erkenntnissen. Die statistischen Angaben liefern erstmals überhaupt hinreichende Daten und damit eine verläßliche empirische Grundlage.

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Reyer 1991, S. ) und Tille (siehe: Schmuhl 1987, S. a. 1988, S. 524) und ihm folgend Reyer (1991, S. 115) zu schließen, daß "die 'Euthanasie' in der Rassenhygiene keinen systematischen Ort" habe, weil dem eugenischen Ziel mit dem Abbruch der Generationsfolge mittels Sterilisation genüge getan sei, ist sicherlich falsch. Denn die weitestgehende und auch kurzfristig wirksame Kosteneinsparungsmöglickeit - und dies war immer ein zentrales Ziel der Rassenhygiene- ist die Ermordung der Menschen, die als "Minusvarianten", wie es in der "Menschenökonomie" hieß, nur Kosten verursachen, ohne produktiv zu sein.

Rusche 1933, S. 73). Der Betrieb von Arbeitshäusern in vielen (deutschen) Staaten, vormals ein Privileg der Zentralgewalt, wurde beispielsweise in Preußen 1842 den Kommunen gestattet, die dort ohne Gerichtsbeschluß auf armenrechtlieber Grundlage arbeitsscheue Unterstützungsempranger unterbringen konnten. Die Armenverbände nutzten diese Möglichkeit aus Kostengründen nur zurückhaltend (Sachße; Tennstedt 1980, S. 245). 56 tion von 1848 - nicht opportun.

61 Als Ausgangspunkt der deutschen Eugenik gilt Alfred Ploetz (1860-1940) und sein 1895 veröffentlichtes Buch: "Die Tüchtigkeit der Rasse und der Schutz der Schwachen", in dem er den Begriff der Rassenhygiene prägte. 62 Nicht allein, daß Schallmayer und Ploetz die ersten Rassenhygieniker waren, die publizistisch in Erscheinung traten, rechtfertigt, daß die Darstellung bei ihnen ihren Ausgangspunkt nimmt, sondern auch die Tatsache, daß in ihren beiden 57 58 59 60 61 62 Schmuhl1987, S. a. 1988, S.

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