Der Mensch in der wissenschaftlichen Zivilisation by Helmut Schelsky

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14, 16). In der Erörterung der Bildungsproblematik in der wissenschaftlichen Zivilisation haben wir erkannt, daß dies die Form der Spiritualität ist, zu der gerade die "Gebildeten" dieser Zivilisation gedrängt werden; soziologisch wird diese Position daher vornehmlich von den "Intellektuellen" der wissenschaftlich-technischen Gesellschaften getragen werden, einer Gruppe also, die man schon deshalb nicht als eine soziale Minderheit innerhalb der wissenschaftlichen Zivilisation ansehen darf, weil sie nach der 43 V gl.

295). Da aber gerade die moderne Technik die Tötung von weit entfernten Zehntausenden "durch einen Druck auf den Knopf" ermöglicht, ist der aus ihr stammende Zwang zu Erwägungen der "abstrakten Humanität" ganz unverkennbar. 40 A. a. , p. 354. 42 Helmut Smelsky einer alten "beseelten Einheit" mit der Welt, verstanden und beklagt, so wird die neue Einheit des Menschen mit der Welt durch deren Konstruktion und Erarbeitung aus dem Geist jetzt zu einer Bedrohung der Identität des Menschen, die er gerade in jener Entzweiung gewonnen hatte.

Im Grunde genommen steht der Mensch damit in neuer Form wieder vor der Frage, ob er das Gewordene oder das Ewige retten will. Die Inhalte dieses angesonnenen metaphysischen Identitätswechsels hic et nunc zu konkretisieren, geht über unsere Kraft. Der Soziologe kann höchstens noch auf die Frage Antwort zu geben versuchen, wie denn metaphysische Positionen in der wissenschaftlichen Zivilisation überhaupt möglich sind. Dabei muß ich ausdrücklich betonen, daß ich diese Frage auf der Ebene der Wissenssoziologie stelle, die zwar die Wissensformen des "Heilswissen" und ihre Beziehungen zur sozialen Wirklichkeit aufweisen kann, wie es etwa Max Weber oder Max Scheler getan haben, die aber selbst nichts über das "Heil" auszusagen vermag.

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