Betreuungsrecht in der Praxis: Geschichte, Grundlagen und by Holger Ließfeld

By Holger Ließfeld

Das Betreuungsrecht bietet ein Gefüge, das auf Traditionen aufbaut und gleichzeitig die Gegebenheiten der Moderne berücksichtigt. Es regelt Zuständigkeiten und Handlungsrahmen für Menschen, die für andere handeln und entscheiden, weil letztere hierzu noch nicht, nicht mehr oder vorübergehend nicht im Stande sind. Die Planung von Betreuungen ist Voraussetzung um eine am individuellen Wohl des Betroffenen ausgerichtete Betreuungsführung zu gewährleisten. Nur durch die Auseinandersetzung mit den Lebensumständen des Betroffenen und seinen Wünschen und Vorstellungen gelingt es, das Ziel einer „Betreuung für ein selbstbestimmtes Leben“ zu ermöglichen. ​

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A. in den §§ 1860 ff. F. Geregelt wurde in diesem Gesetz die rechtliche Stellung nichtehelicher Kinder. (vgl. Rachel 1994, S. ). B. § 1858 f. F. aufgehoben. Von dem Code Civil beeinflusst und im Rheinland bis 1900 geltend, entstand im 18. , dem Zeitalter der Aufklärung, neben der sächsischen Vormundschaftsordnung von 1782 das ebenfalls als maßgeblich anzusehende „Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten“ (ALR) von 1794 unter dem preußischen König Friedrich II. , es galt zwar übergreifend, sparte allerdings Rechte der Provinzen und Stadtrechte, soweit vorhanden, aus.

So vergleicht Buchkremer 2009, S. 69 zutreffend Klumkers Herangehensweise von Einführung und Verständnis mit den heutigen Methoden von partner- und lebensweltorientiertem sozialpädagogischem Coaching. Als Folge dieser Wegbereitung durch Klumker können auch die Vormundschaftsvereine und die seit dem Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes entstandenen Betreuungsvereine angesehen werden. 19 Das Konzept der „organisierten Einzelvormundschaft“ entstand im 1899 gegründeten katholischen Fürsorgeverein um deren Gründerin Agnes Neuhaus.

Die Praxis 50 2. “ Die Gebrechlichkeitspflegschaft gemäß § 1910 BGB a. F. kann gegenüber der Vormundschaft als eine weniger gravierende Möglichkeit der (Rechts-) Fürsorge gesehen werden. Damit konnte ein Entmündigungsverfahren vermieden werden. Infolgedessen wurde die Geschäftsfähigkeit nicht eingeschränkt. Voraussetzung war, dass neben einem Gebrechen, beispielsweise körperlicher Art wie Taubheit, Blindheit etc. oder auch Geisteskrankheit oder Geistesschwäche, ein Schutz- und Regelungsbedürfnis nur für einzelne Angelegenheiten bestand.

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